Faktencheck

Anatomie eines Igels

KAKTUSSIMULATOR

Die Stacheln schützen Friedolin vor Fressfeinden. Kein Greifvogel oder Raubtier wird es wagen ihn anzugreifen wenn er sich eingeigelt hat. Auch wenn es manchmal ziehmlich frustrierend ist wenn niemand ihn umarmen möchte….

FARBAUFNEHMER

Leider können Igel nicht besonders gut gucken. Normalerweise reicht es um Käfer und Würmer zu erspähen. Dafür verlassen sich Igel mehr auf ihren Tastsinn und ihren Geruchssinn.

GRABWERKZEUGE

Natürlich ist ein Igel nicht vollständig wenn er nicht über kräftige Arme und Beine verfügen würde. Beim ausgraben von Insekten, auch beim scharren von Unterkünften tun ihm die Krallen gute Dienste.

Der gemeine Igel

Erinacerus

TONGEFÄSSE

Manchmal sagt man dazu auch „Ohren“. Igel können meistens besser hören als sehen. So können sie Würmer aufspüren, die sich unter der Erdoberfläche räkeln.

GEWÜRZPRÜFER

Die Nase ist des Igels wichtigstes Werkzeug. Mit ihr kann er nicht nur hervorragend riechen sondern setzt sie auch gerne ein um versteckte Beute im Erdreich freizulegen.

FUTTERLUKE

Der Mund eines Igels dient, wen wundert’s, vor Allem zur Nahrungsaufnahme. Normalerweise reden Igel nicht sondern fauchen, puffen oder tuckern. Friedolin ist da natürlich anders….

Friedolin

Ein Igel schließt Freundschaften

Junger Igel sucht ein Zuhause

Als Friedolin zur Welt kam hatte er noch fünf Geschwister. Doch wie es so bei Igeln üblich ist, als seine Mutter ihn nicht mehr säugen wollte verschwand sie einfach und ließ ihre sechs Kinder alleine. Friedolin und seine Geschwister mussten von nun ab alleine für sich sorgen und zerstreuten sich in alle Himmelsrichtungen.

Immerhin hatte ihnen ihre Mutter ein paar wichtige Überlebenstipps mit auf den Weg gegeben. „Haltet Euch von den Menschen fern!“ und „Passt auf die Wege der Menschen auf! Da sind Ungetüme mit brummenden Stimmen unterwegs, die Euch gefährlich werden können!“. Natürlich hatte weder Friedolin noch einer seiner Geschwister eine Vorstellung, was sie wohl meinte. Doch irgendwann stieß Friedolin auf eine Hauptstraße der Menschen und beobachtete entsetzt wie stinkende Blechkisten – mit Menschen drin – auf der plattgewalzten Erde entlangdüsten. Friedolin war froh, als er nachts, als der Verkehr versiegte, über die Straße eilen konnte und in den Park gelangte, der ihn angelockt hatte.

 

Eine neue Freundschaft

Friedolin war froh in dem ausgedehnten Park ein schattiges Plätzchen zu finden. Ein alter, aufgegebener Kaninchenbau befand sich zwischen den Bäumen eines Hains und Friedolin nahm diesen Bau gerne als Zufluchtstätte an. Hier war es warm und kuschelig. Die früheren Bewohner hatten sogar noch etwas loses, weiches Fell zurückgelassen. Hier konnte er den Tag über schlafen um dann in der Abenddämmerung auf Futtersuche zu gehen.

Und dann sollte er einen erschöpften jungen Hasen kennenlernen, der wegen seines knallgelben Anzugs dringend einen Unterschlupf benötigte. Als er Hansi in den Kaninchenbaum einlud ahnte er noch nicht, dass das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden sollte….

Katie Melua und Robert Madsen

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